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02.Mar.2014


Tasmanien


Eines gleich vorweg: Wer sich mit dem Gedanken traegt Work&Travel in Australien zu machen sollte sich das gut ueberlegen. Ich habe hier soviele Horrorgeschichten gehoert, von gestrandeten Backpackern, die teilweise schon ihre Kleidung verkaufen, von Flucht bei Nacht&Nebel, Ausbeuterjobs...

Nun bin ich also in Hobart in Tasmanien angekommen, dem suedlichsten Punkt meiner Reise.
Hafen von Hobart
Hafen von Hobart

Wie gesagt, manche Gegenden sind einigen sofort sympathisch andere nicht. Das gleiche gilt auch fuer Hostels: Waehrend das erste Hostel (ein altes Herrenhaus, leider waren die Matratzen noch aus dieser Zeit) in Melbourne aussah als haette eine Bombe eingeschlagen und es jede Nacht Party bis 1.30 gab habe ich gewechselt und das zweite Hostel in Melbourne erwies sich als absolutes Highlight auch von der Gegend. Und dann gibt es noch Hostels, bei denen kann man sich absolut nicht entscheiden. So zum Beispiel bei meinem aktuellen Hostel in Hobart. Hier ist sogar ein Labyrinthspiel inclusive. Anfang des letzten Jh als Hotel gebaut und spaeter nacheinander ein Krankenhaus, eine Bar und anderes wobei es jedesmal umgebaut wurde ist es jetzt voll von verwinkelten Gaengen, zugemauerten Fenstern und Durchgaengen. Ein paar Geheimnise gibt es auch: zum Beispiel einen Raum, der nicht betreten werden kann, da die einzige Tuer zugemauert ist. (Jaaa, ich habe als Kind zuviel Enid Blyton gelesen ;-) )
Imperial Backpackers
mein Hostel in Hobart

An meinem ersten Tag habe ich mich zum Mt. Wellington aufgemacht. Leider war der Weg doch etwas weiter als angenommen, ausserdem bin ich in den Hinterhalt einer Brauerei geraten, die natuerlich besichtigt werden musste (incl. Bierverkostung). Danach war nix mehr mit Bergbesteigung.
Mt. Wellington
Mt Wellington und die Brauerei mitten im Weg

Um Tasmanien zu erkunden hatte ich mehrere Moeglichkeiten (leider lassen die oeffis hier zu wuenschen uebrig):
- Eigener Mietwagen (Flexibel und guenstig, aber viel Planung und ich muss alleine fahren, da fast alle anderen Backpacker entweder arbeiten oder schon auf Durchreise sind)
- Gebuchte Tour (unflexibel, dafuer kein Planungsaufwand)
- Tagestouren von Hobart aus (teuer und Zeitaufwaendig).

Nach kurzer Recherche habe ich mich dann fuer zweiteres Entschieden und auch eine 7taegige Tour gebucht. Die einzige fuer die es noch Plaetze gab war auch schon am uebernaechsten Tag. Zum Glueck war mein Hostel aber so kulant, die bereits gebuchte und bezahlte Nacht zu verschieben (auch darin unterscheiden sich sympathische von unsympathisches Hostels!)

So haben wir uns zu 9 im Kleinbus zu einer Rundreise durch Tasmanien aufgemacht.
Angefangen haben wir beim Mt. Field und den Russel Falls. Dann ging es zu den Nelson Falls...
...Gordon Roiver ...
Kapitain Dirk
mein neuer Job



...Cradle Mountain ...


...Catacarat Gorge ...

Wallabie
wilder Wallabie

...Bay of Fires ...

...Blowhole ...
 ...Sonnenuntergang am Coles Bay ...

...Wineglas Bay ...

Meine Aerztin, mein Daumen und ich
Meine Aerztin, mein Daumen und ich
(der kaputte Daumen kommt von keinem gefaehrlichen Tier, sondern  von meinem Rasiermesser, das ich beim wuehlen in meinem Rucksack ueberraschenderweise gefunden habe. )

...eine Speedboattour um Tasman Islands ...



...und zum Schluss Port Arthur, einer ehemaligen Gefangenenkolonie. Hier haben wir auch die Ghosttour mitgemacht, die ganz nett aber nicht uebermaessig gruselig war.

Der letzte Hoehpunkt war der Tasman Devil Conservation Park, wo versucht wird den tasmanischen Teufel zu retten. Der gute ist leider am Aussterben, da er unter einer seltsamen Form von Gesichtskrebs leidet. Ausserdem konnten wir dort Kaenguruhs und Wallabies fuettern.



Die Woche ging leider viel zu schnell vorbei (@Katja: Du hattest Recht gehabt: Eine Woche war fast ein bisschen wenig Zeit)

Zurueck in Hobart kann ich mich immer noch nicht an die starken taeglichen Temperaturschwankungen (teilweise 15 Grad Unterschied) gewoehnen. Heute ging es erstmal ins MONA (Museum of Old and New Art), eines der groesstes Privatmuseen welches viele sehr interessante Kunstobjekte und Installationen hat. So zum Beispiel einen Wasserfall der das Wasser in Form von Woertern von sich gibt (von einem Nuernberger Kuenstler!) oder eine Verdauungsmaschine. Hinfahren kann man mit dem Museumeigenen Schiff, das im Stil eines Kriegsschiffes gestaltet ist.

Morgen werde ich einen zweiten Versuch zum Mt. Wellington machen, habe aber diesmal eine Route um die Brauerei herum ;-)  gewaehlt und uebermorgen geht es schon wieder weiter nach Sydney.



Kommentare

von Katja um 02.Mar.2014 um 20:03


Hat sich das MONA gelohnt? Wir haben es uns überlegt uns aber dann doch nicht aufraffen können.

von Dirk Nöldner um 02.Mar.2014 um 22:17


Hi Katja,
definitiv. War auch erst skeptisch, aber das war es auf jeden Fall wert!

von Sybille um 08.Mar.2014 um 08:58


Hey Dirk!
Das sind drei schöne Artikel über Australien und Tasmanien. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt, bzw. In Tasmanien war ich ja gar nicht. Das wird sicherlich noch mal ein extra Urlaub. Dann aber zum Trekken und Bergsteigen. Wie geht's bei dir jetzt weiter? Was sind die nächsten Stationen? Ich wünsche dir in jedem Fall eine ganz tolle Weiterreise und viel Spaß dabei.
Viele liebe Grüße Sybille

von Dirk um 10.Mar.2014 um 09:23


Hey Sybille,
dankeschoen. :-)
Tasmanien ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Bei mir geht es jetzt die Ostkueste hoch und danach nach Neuseeland.

Wann geht es bei dir wieder los mit Reisen? ;-)

vlg, Dirk

von Bille um 11.Mar.2014 um 01:38


Na dann viel Spaß, NZ ist traumhaft. Eine große Reise plane ich zur Zeit nicht, aber ich versuche viel ins Gebirge zu kommen. Skitouren, Wandern, Klettern :-) die Alpen haben auch noch sehr viel zu bieten.

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(c) aller Bilder und Texte liegt ausschlieslich bei mir (Dirk Noeldner).